Josef Pausch – Sichtbares und Unsichtbares

Noch nie veröffentlichte Werke des österreichischen Ausnahmekünstlers in der Leica Galerie Schloss Arenberg
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Bildbeschreibung und Fotocredits in der Galerie

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Presseinformation
Linz, Salzburg, 19.11.2018

Josef Pausch – Sichtbares und Unsichtbares

Noch nie veröffentlichte Werke des österreichischen Ausnahmekünstlers in der Leica Galerie Schloss Arenberg

(Linz/ Salzburg. 19. 11. 2018) Die Leica Galerie Salzburg lud vergangenen Samstag zur Vernissage auf Schloss Arenberg: Josef Pausch – Sichtbares und Unsichtbares. In Zusammenarbeit mit der Artfor Gallery von Erwin Rachbauer und Ralf Marterer werden noch nie veröffentlichte beziehungsweise in Vergessenheit geratene Werke aus dem Nachlass des österreichischen Fotokünstlers Josef Pausch gezeigt. Die Ausstellung ist anlässlich des 10 Jahre Jubiläums der Leica Galerie Salzburg zu sehen. Bei der Eröffnung waren unter anderem anwesend: Elisabeth Nowak-Thaller (Vizedirektorin Kunstmuseum Lentos Linz), Gerda Ridler (Kunsthistorikerin und Kulturmanagerin), Manuela Reichert (Geschäftsführerin Philharmonie Salzburg), Christian Gratzl (GeschäftsführerManagementservice Linz GmbH), Iris Mayr (Head of Digital Creativity, Tabakfabrik Linz), Bettina Krammer (Geschäftsführerin Crea Objektbau) und Gerhard Nickl (Architekt).

Josef Pausch wurde 1948 in Micheldorf, Oberösterreich geboren und verstarb viel zu früh  2010 in Linz. Pausch gilt als unbekanntes österreichisches Foto-Genie. Im Ausland wurde er gewürdigt, in Österreich war er jedoch kaum bekannt. Er arbeitete etwa mit Horst P, einem der bedeutendsten Modefotografen oder mit Robert Avedon, einem der ersten amerikanischen Fotokünstler, der Haute Couture nicht im Studio fotografierte, sondern in alltäglichen Situationen inszenierte, zusammen. Pausch sah den Alltag als Ansammlung von Bildern, Collagen und Inszenierungen. Was wie Manie wirken mochte, war ein Aufgehen in Kunst.

Die Ausstellung Sichtbares und Unsichtbares zeigt auf Schloss Arenberg Werke aus dem umfangreichen Repertoire des österreichischen Ausnahmekünstlers und ist vom 18. 11. 2018 bis ins Frühjahr 2019 zu sehen.

Leica Galerie im Schloss Arenberg, Arenbergstraße 10, 5020 Salzburg
Öffnungszeiten: Donnerstag 18.00 bis 20.00, Samstag 10.00 bis 18.00,
Sonntag 12.00 bis 16.00

 

Über Josef Pausch (1948 – 2010)

Pausch war Assistent von John Coplan, dem Gründer des Magazins Artforum.Er arbeitete etwa mit Horst P, einem der bedeutendsten Modefotografen des 20. Jahrhunderts, der für seine Portraits für die Modezeitschrift Vogue gefeiert wurde oder mit Robert Avedon, einem der ersten amerikanischen Fotokünstler, der Haute Couture nicht im Studio fotografierte, sondern in alltäglichen Situationen inszenierte, zusammen.

Sein Werk wurde hierzulande jedoch kaum wahrgenommen. Dazu war es zu umfangreich, zu weitreichend, zu unzeitig. Das Geniale hat es oft schwer in der Rezeption, weil es keine Sprache für etwas gibt, was in die Zukunft weist. Das Auge von Pausch hat durch die Kamera in die Zukunft geblickt und in den 80er Jahren Fotostile und Welten geschaffen, die sich jetzt langsam dem Zeitgeist erschließen. Jetzt wo andere Fotografen dort angekommen sind, wo Pausch vor dreißig Jahren war, wird sein Werk zugänglich. Seine Fotografien weisen in gleichem Maße landschaftliche wie architektonische Komponenten auf und darüber hinaus auch eine deutliche Affinität zu Kunstformen der Avantgarde sowie der Land-, Concept- und Minimal Art. Es ist eine leise Poesie des Sachlichen, die uns hier begegnet.

In allem hatte er nicht nur die Fähigkeit, zu sehen und mit dem geschaffenen Bild Beziehung herzustellen, sondern auch die Fähigkeit zu selektieren und wegzulassen. Ausgeprägte Vorlieben für Details und die Dinge am Rande, für das Unscheinbare und Stille machen sein Werk so einzigartig. Pausch selbst nannte es „das Interesse an scheinbar Nebensächlichem und die Erhebung des Banalen in den Rang ausstellungswürdiger Bilder“. Denn letztlich thematisierte er „das Naheliegende, nämlich das, was mich täglich umgibt“, meinte er, „das Triviale ist mir lieber. Damit kann ich eine Qualität zeigen, die meist übersehen wird.“

Erfahrung sammelte Pausch an den bedeutendsten Ausbildungsstätten für künstlerische Fotografie. Unter anderem am Art Institut of Chicago, dem Colleg of Graphic Arts & Photography/ Rochester Institute of Technology, dem Visual Study Workshop, Natan Lyons/ Rochester oder der State University of New Mexico, Photography/ Beaumont Newhall. Überdies war er Curator and Founder of the Departement Photography at the Museum of Modern Art, MOMA/ New York.

 

Zu den Personen hinter Artfor Gallery

Über Erwin Rachbauer

Er ist seit 32 Jahren selbstständiger Werbefotograf und Künstler.

Mit der Fotografie begann er aber bereits mit 17 Jahren, während seiner Internatszeit als Autodidakt. Später absolvierte er die Lehre, bestand die Meisterprüfung und machte sich selbständig.

In seiner Ausbildungszeit lernte er seinen lebenslangen Freund und Mentor Josef Pausch kennen. Gemeinsam unternahmen sie zahlreiche Auslandsaufenthalte. In Arles/ Frankreich etwa war Rachbauer in den späten 80er Jahren zweimal Preisträger bei den Rencontres.

Rachbauer selbst bereiste etliche Male  Kapstadt/ Südafrika wo streetfotografie in den townships entstand. Für seiner Serie Menschen in Metropolen fotografierte er in der mexikanischen Grenzstadt Tichuana, in Los Angeles, in New York City, Barcelona, Kopenhagen, Paris, Mailand , Florenz und Berlin. Die meisten Bilder wurden mit einer Leica M6 oder Leica R5 aufgenommen.

Jüngst waren Rachbauers Arbeiten aus seiner Serie my face bei der Ausstellung Mythos Schönheit in Linz zu sehen. Es wurden großformatige Arbeiten von frischoperierten Menschen nach kosmetischen Schönheits-OPs gezeigt. Seine bevorzugte Kamera Sinar p2,4/5 inch Format.

Erwin Rachbauer beschäftigt sich vermehrt mit Ausstellungskonzepten und arbeitet dabei sein fotografisches Archiv auf. Sein Credo wenn es um künstlerische Fotografie geht lautet: „Erst der Inhalt und das Auge machen eine Fotografie stark – Sie sind  Parameter einer zeitlosen, kraftvollen Aussage!“

 

Über Ralf Marterer

Er ist Filmproduzent, Kameramann und Regisseur seit 30 Jahren.

Ralf Marterer drehte in mehr als 130 Ländern der Welt 1.400 Werbefilme, häufig dabei in sowohl filmisch als auch organisatorisch herausfordernden Gegenden. Dies prägte auch seine fotografischen Fähigkeiten.

Für seine vielfältige Kameraarbeit –  Image-, Produkt-, Schulungsfilme in 2D oder 3D, Dokumentationen oder Spezialeinsätze bei Spielfilmen etc. – wurde Marterer mehrfach auch international ausgezeichnet.

In Zusammenarbeit mit Filmproduzent P. Vogel drehte Ralf Marterer unter anderem die Kunstdokumentationen Artcity New York und Artcity London mit Künstlern wie Alex Katz, Peter Halley, Michael Craig, Martin und Antony Gormley.
Contemporary Art mit all seinen Facetten, speziell Fotografie und Videokunst faszinieren Ralf Marterer ganz besonders.
Kunst ist für ihn Entertainment!