Honigbienen lieben die Stadt

Adriana Traunmüller, eine Stadtimkerin aus Leidenschaft
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Wien/Hirt, April 2018

Honigbienen lieben die Stadt

Adriana Traunmüller, eine Stadtimkerin aus Leidenschaft

(Wien/ Hirt, im April 2018) Adriana Traunmüller ist Wiens erster Imkerlehrling. „Es gibt kaum etwas Besseres als um sechs Uhr in der Früh einen Blick in einen frisch geöffneten Bienenstock zu werfen. Die Stadt erwacht und hunderte kleine flauschige Köpfe schauen einen zwischen den Zargen heraus an“, beschreibt Sie ihren Arbeitsalltag. Kaum eine andere Tierart verfügt über so viel Sympathie wie die Biene. Kindheitserinnerungen an den echten Geschmack duftenden Blütenhonigs auf frischem Butterbrot lassen die Herzen höher schlagen. Doch der Lebensraum der Bienen wird zunehmend eingeschränkt. Monokulturen landwirtschaftlicher Bewirtschaftung sowie der Einsatz chemischen Düngers führen zu einer Reduktion der für unser Ökosystem so bedeutenden Lebewesen. Eine Lösung hierfür ist die vermehrte Ansiedelung von Bienenvölkern in der Stadt.

Wien hat einiges mit London, Paris oder Berlin gemeinsam. Es gibt in den Städten ausreichend Platz für Bienenvölker. Das Nahrungsangebot für Bienen ist hier enorm. Parks, Kleingärten, Terrassen und Balkone bieten auf Grund der Pflanzenvielfalt ideale Voraussetzungen für glückliche Bienen und hervorragenden Honig – den noch dazu in Bio-Qualität.
Rund 600 Imker – inklusive aller Hobby-Imker – sind derzeit in Wien tätig. Adriana Traunmüller ist eine davon. Sie ist in der Wiener Bezirksimkerei tätig, die Honig aus allen 23 Wiener Bezirken, vergleichbar mit edlen Lagen-Weinen unserer Winzer sowie Propolis, Pollen und vieles mehr anbietet. Die Liebe zur Natur und ihre Leidenschaft für die Bienenvölker zeichnen Sie aus.

Carnica Biene – diese Honigbiene garantiert das Echte

Die Wiener Bezirksimkerei verfügt über 120 Bienenvölker mit je nach Jahreszeit schwankender Population. Sind es beim Überwintern um die 5.000 Bienen, so kann diese Zahl im Sommer auf 40.000 Bienen anwachsen. Adriana Traunmüller hat somit über viereinhalb Millionen Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr eineinhalb Tonnen Innenstädter, Leopoldstädter, Landstraßer, Wiedener usw. Honig produzierten. Und die Bienenart kommt aus Kärntner – die Carnica Biene. „Es gibt zahlreiche verschiedene Bienenarten, weil’s einfach sehr viele Wildbienen gibt. Aber für die Honiggewinnung wird bei uns als einzige die Carnica gezüchtet und gefördert“, klärt Adriana Traunmüller über die Herkunft der Honigbiene auf.
Hier schließt sich der Kreislauf zur Privatbrauerei Hirt. Die Wiener Stadtimkerin Adriana Traunmüller ist das neue öffentlichkeitswirksame Gesicht von Hirter. Sie und die Mitarbeiter der Kärntner Privatbrauerei verbindet die Leidenschaft, mit der die Schätze der Natur verarbeitet werden. Echter Genuss braucht hochwertige Zutaten und vor allem Menschen, die wissen, wie man damit umgeht. Zudem haben Honig und Bier mehr gemeinsam als man denkt: So wie Bier, das bereits seit 10.000 Jahren gebraut wird, zählt auch Honig zu den ältesten Genüssen der Menschheit. Die Produktionsverfahren haben sich da wie dort über die Jahrhunderte verändert, doch gilt für beides seit jeher: Das Beste ist echter Geschmack direkt aus der Natur. Dafür braucht es keine künstlichen Zusätze oder Tricks. „Honig ist immer komplett unverfälscht. Du gibst nichts dazu, was nicht von den Bienen kommt. Er ist rein und pur, so wie das sein soll“, erklärt Stadtimkerin Adriana Traunmüller.

Über Imker in Österreich

In Österreich sorgen etwa 26.000 Imker wie Adriana Traunmüller mit knapp über 350.000 Bienenvölkern für die Bestäubung der Wild- und landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. 99 Prozent sind als Nebenerwerbs- oder Freizeitimker tätig.Jährlich werden zwischen 4.000 und 6.500 Tonnen Honig produziert. Diese Menge deckt etwa die Hälfte des heimischen Bedarfs. Der pro Kopf Verbrauch liegt laut Statistik Austria bei 1,1 kg pro Österreicher und Jahr.

Factbox  – Stadtimkerin Adriana Traunmüller:

Name: Adriana Traunmüller
Geboren in: Steyr
Wohnt in: Wien
Beruf: erster Imkerlehrling Wiens
Berufung: Bienen

Zitate – Stadtimkerin Adriana Traunmüller (O-Ton):

„Es gibt zahlreiche verschiedene Bienenarten, weil’s einfach sehr viele Wildbienen gibt. Aber für die Honiggewinnung wird bei uns als einzige die Carnica, also die Kärntner Biene, gezüchtet und gefördert.“

„Den ersten Kontakt mit Bienen hatte ich in der stressigsten Zeit des Imkerjahres: der Honigernte. Und was mich selbst überrascht hat ist, dass es die lustigste und abwechslungsreichste Arbeit war die ich seit Jahren gemacht habe.“

„Ich bin immer noch verblüfft wie vielfältig die Arbeit ist und wie unterschiedlich die Charaktere der einzelnen Völker sind.“

„Je ruhiger man ist, desto ruhiger sind die Bienen, was dazu führt, dass die Arbeit, wenn man alleine am Stock steht, wahnsinnig meditativ ist.“

„Was ist die Tätigkeit vom Imker am Stock? Primäre Tätigkeit ist aufzupassen, dass es den Bienen gut geht. Das ist wichtig, denn davon leben wir.“

„Ich persönlich möchte die Auswirkungen nicht abschätzen, es mir nicht vorstellen, was passiert, wenn es keine Bienen mehr gibt.“

„Seit ich als Imkerin arbeite habe ich mir kein einziges Mal in der Früh gedacht, dass ich eigentlich keine Lust habe Arbeiten zu gehen. Ich denke, dass ist das beste Zeichen dafür, dass ich diese Arbeit für den Rest meines Lebens machen möchte. Die ein zwei oder zehn Stiche, die man halt so bekommt, und die ständige Schlepperei nehme ich dabei gerne in Kauf.“

„Honig ist einfach immer komplett unverfälscht. Du gibst nichts dazu, was nicht von den Bienen kommt. Er ist immer rein und pur, so wie das sein soll.“

„Es gibt kaum etwas Besseres als um sechs Uhr in der Früh einen Blick in einen frisch geöffneten Stock zu werfen. Die Stadt erwacht und hunderte kleine flauschige Köpfe schauen einen zwischen den Zargen heraus an. Die wahnsinnige Aussicht von unseren Standorten auf den Dächern ist dabei ein zusätzlicher Pluspunkt.“