Drei Zusatztermine für Doktor Schiwago

Musical Frühling in Gmunden lädt erstmals zu zusätzlichen Vorstellungen von 3. bis 5. Mai in die Traunsee-Metropole
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Gmunden, 11.3.2019

Drei Zusatztermine für Doktor Schiwago

Musical Frühling in Gmunden lädt erstmals zu zusätzlichen Vorstellungen von 3. bis 5. Mai in die Traunsee-Metropole

(Gmunden, 11. 3. 2019) Am 11. April feiert das international erfolgreiche Musical Doktor Schiwago im Stadttheater Gmunden Österreich-Premiere. Die Tickets für die geplanten zehn Vorstellungen sind heiß begehrt, sodass das Team des Musical Frühlings in Gmunden rund um Intendant Markus Olzinger nun drei zusätzliche Termine von 3. bis 5. Mai ansetzt. Nach acht ausverkauften Vorstellungen von Jane Eyre im Vorjahr wurde die diesjährige Produktion bereits von vorneherein um zwei Termine aufgestockt.
Das Musical, nach dem Roman von Boris Pasternak und bekannt durch die Verfilmung mit Omar Sharif in der Hauptrolle, stammt aus der Feder von Lucy Simon. Die Komponistin ist dem Gmundner Publikum bereits ein Begriff. Sie schuf auch die Musik zu Der geheime Garten. Das hochkarätig besetzte Ensemble, allen voran der norwegische Musical-Star Yngve Gasoy-Romdal als Doktor Schiwago, probt derzeit in Wien. Olzinger schwärmt: “Es ist so unendlich schöne Musik, dargebracht von diesen fantastischen Darstellern. Da darf man sich wirklich darauf freuen: Ein Musical mit durchgehender Gänsehautgarantie”.

Internationaler Musical-Erfolg erstmals in Österreich

Das Musical Doktor Schiwago wurde ursprünglich 2006 unter dem Namen Zhivago im La Jolla Playhouse in San Diego, Kalifornien, uraufgeführt. Es folgten Erfolgsproduktionen u.a. in Australien, Korea, Polen, Schweden und Deutschland. In Gmunden erlebt dieses herausragende Werk nun seine österreichische Erstaufführung. Es inszeniert erneut der Intendant des Musical Frühlings Markus Olzinger. “Ich liebe dieses Werk“, zeigt er sich von Doktor Schiwago angetan, „und ich wollte es schon direkt nach dem Geheimen Garten zeigen. Da es aber auch personell das größte bisherige Musical in Gmunden ist, ist es jetzt der richtige Zeitpunkt.“

Die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Caspar Richter. Die Titelpartie übernimmt Yngve Gasoy-Romdal, die Rolle der Lara Elisabeth Sikora. Beide feierten bereits 2018 bei Jane Eyre große Erfolge in den Hauptrollen.

Zeitlos brisante Thematik

Doktor Schiwago handelt von einer Liebe in Zeiten der Russischen Revolution: Jurij Andrejewitsch Schiwago, aufgewachsen als Waise in angesehenem Hause zur Zeit des russischen Zarenreichs, gerät schon bald als politisch unabhängiger Dichter und Arzt zwischen die Fronten zweier aufkeimender Bewegungen. Seiner engen Freundin Tonja ist er von Kindes an versprochen. Doch er fühlt sich bald von der geheimnisvollen Lara Guichard angezogen, an die jedoch noch zwei weitere Männer ihr Herz verloren haben: Pascha Antipov, Laras Ehemann und Anführer der Roten Armee, sowie der gönnerhafte Anwalt und Freund der Guichards, Victor Komarovskij.

„Die Thematik verleiht Doktor Schiwago seinen besonderen Reiz. Sie ist zeitlos und zeigt auch aktuelle gesellschaftliche Themen. Es war schon immer ein brisantes Werk und hat davon nichts eingebüßt. Ich denke, das macht die Faszination aus und erklärt mitunter, warum wir schon so gut verkauft sind”, sagt Markus Olzinger.

Über den Roman

Der 1956 in der Sowjetunion fertiggestellte Roman von Boris Pasternak stellte für die vorherrschende Regierung mit seinem Inhalt über die kommunistischen Bewegungen einen Affront dar und wurde verboten. Er erschien daher zuerst in italienischer Übersetzung beim Mailänder Verlag Feltrinelli im November 1957. Eine von der Central Intelligence Agency finanziell geförderte russische Originalausgabe wurde im August 1958 beim Den Haager Mouton Verlag veröffentlicht und verbreitete sich bald auch in der Sowjetunion auf dem Schwarzmarkt.

Die Schwedische Akademie verlieh Pasternak für Doktor Schiwago im selben Jahr den Literaturnobelpreis, den er aber nicht annahm. Zwei Jahre später verstarb Pasternak und konnte den unaufhaltsamen Welterfolg, den sein Roman spätestens mit der Verfilmung von David Lean aus dem Jahre 1965 mit Omar Sharif und Julie Christie in den Hauptrollen erzielte, nicht mehr erleben.

Über den Musical Frühling in Gmunden

Der Musical Frühling in Gmunden geht mit Doktor Schiwago in seine fünfte Spielzeit. Von der Gmundener Qualität zeigt sich auch die internationale Fachpresse immer wieder sehr beeindruckt. So ist etwa die kürzlich erschienene CD von Jane Eyre eine der best-rezensierten internationalen Cast-Aufnahmen von 2018. Das mag mitunter auch ein Grund dafür sein, warum sich für Doktor Schiwago noch mehr internationale Gäste als in den Vorjahren bereits ihre Tickets gesichert haben. Und für die Premiere am 11. April sowie für die Vorstellung am  26. April wird sogar ein eigener Bus-Shuttle von Linz nach Gmunden von Reiseparadies Kastler eingerichtet. Das freut natürlich auch den Tourismus.

Über Caspar Richter

Der geborene Lübecker war bis 1984 Dirigent an der Deutschen Oper Berlin. Davor war er bis 1981 Musikdirektor der Berliner Festspiele und gründete die Internationalen Sommerfestspiele Berlin. Ab 1983 war er zudem als Dirigent fest an der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Lorin Maazel und an der Volksoper als Orchesterchef tätig. 1984 übernahm er die musikalische Leitung der Bregenzer Festspiele, war Gast bei den Wiener Symphonikern und dem Radio Symphonie Orchester Wien. Er ist Gründungsmitglied und Musikdirektor der Vereinigten Bühnen Wien unter Peter Weck und Franz Häussler. Er war am Aufbau eines großen, ständigen Unterhaltungs- und Musicalorchesters für das Theater an der Wien, das Raimundtheater und das Ronacher beteiligt, mit dem er alle großen Musicals – davon sechs Uraufführungen sowie deutschsprachige Erstaufführungen – einstudierte und dirigierte: u.a. Cats, A Chorusline, Das Phantom der Oper, Elisabeth, Die Schöne und das Biest, Mozart, Chicago, Romeo und Julia, Rebecca, Rudolf und Tanz der Vampire. 2009 hatte er die musikalische Leitung der Seefestspiele Mörbisch und ist seit 2010 Generalmusikdirektor der Nationaloper Brünn und Gastdirigent des Stadttheaters Brünn. Er ist musikalischer Leiter und Musikdramaturg der Festspiele Europäische Wochen Passau.

Casper Richter erhielt viele Preise und Auszeichnungen, unter anderem 1975 den Kurt-Magnus-Preis der ARD, Gold bis vierfach Platin für CD-Einspielungen, Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien und das Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse der Republik Österreich.

Über Markus Olzinger

Der gebürtige Oberösterreicher Markus Olzinger stand bereits mit zwölf Jahren in den Opern Der Junge Lord, Carmina Burana und Hänsel und Gretel auf der Bühne des Linzer Landestheaters. Es folgte ein Musical-Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Neben seiner Ausbildung zum Bühnendarsteller forschte er auch weiter in den Bereichen Regie, Produktion und Bühnenbild. Er steuerte so erste Bühnenbilder für einige Universitäts-Produktionen bei.

Nach seinem Abschluss war er als Darsteller unter anderem als Gustav in Martin Doepkes Die Schöne und das Biest auf Europatournee. Es folgten Produktionen wie die Rocky Horror Show am Saarländischen Staatstheater, Funny Girl am Theater Ingolstadt, Kiss me Kate am Linzer Landestheater, August Strindbergs Der Pelikan auf Tournee mit den Theatergastspielen Kempf und eine Spielzeit am Mittelfränkischen Landestheater.

Zudem ist er seit jeher immer wieder auch als Bühnenbildner, Regisseur und Choreograph tätig. So zeichnete er unter anderem auch für das Bühnenbild zum Musical Annie am Landestheater Linz anlässlich 30 Jahre Landesmusikschulwerk verantwortlich und übernahm die Raumgestaltung am Ball des Kaufmännischen Vereines Linz von 2014 bis 2016. Er führte Regie bei Showblöcken der Ronald McDonald Märchennacht in den Voest Alpine Stahlwelten.

Über Elisabeth Sikora

Die gebürtige Niederösterreicherin studierte Gesang, Schauspiel und Tanz am Konservatorium der Stadt Wien/ Privatuniversität/ MUK in der Sparte Musikalisches Unterhaltungstheater. Schon während ihrer Ausbildung stand sie regelmäßig in Hauptrollen in Musicals auf der Bühne: Maria Magdalena in Jesus Christ Superstar, Lisa in Jekyll & Hyde, Marguerite in The Scarlet Pimpernel  – wo sie auch auf den deutschsprachigen CD-Aufnahmen zu hören ist – sowie im Sprechtheaterbereich, etwa als Ismene in Antigone (Jean Anouillh). Weitere Haupt-Partien folgten: Sally Bowles in Cabaret (Eu-Tournée), die Erzählerin in Joseph and the Technicolor Dream-Coat (Stadthalle  Wien), Fanny Brice in Funny Girl (Theater Ingol-Stadt), Elsa Schrader in The Sound Of Music (Staatstheater Kassel), Florence in Chess (Stadttheater Lüneburg), Rosalia in Westside-Story (Oper Graz), Mrs. Johnstone in Blutsbrüder (Altern./Staatstheater Meiningen), Mina in Dracula (Stadttheater Lüneburg), Saskia/Lilith in der Uraufführung von Xavier Naidoos Timm Thaler (Staats-Theater Darmstadt), die Fee in Martin Doepkes Die Schöne und das Biest (Eu-Tournee), Amneris in Elton John’s Aida (Felsenbühne Staatz), die Teufelin in der Uraufführung des Musicals Johnny Blue von Ralph Siegel (Theater Ingolstadt), Elise List in der Musical-Uraufführung Bahn Frei! (Stadttheater Fürth), Bianca/Lois Lane in Kiss me Kate (Landestheater Linz), sowie auch Im Familienmusical Honk! (Next Liberty-Oper Graz).

Beim Musical Frühling in Gmunden sah man Sie bisher als Mrs. Johnstone in Blutsbrüder, als Lily Craven in Der geheime Garten, als Hilde in Sofies Welt und in der Rolle der titelgebenden Jane Eyre.

Über Yngve Gasoy-Romdal

Der in Norwegen geborene Yngve Gasoy-Romdal studierte an der Norwegischen Musikhochschule in Oslo.Seinen Durchbruch feierte er in der Welturaufführung des Musicals Mozart in der Titelrolle des Wolfgang Amadé  Mozart im Theater an der Wien. In Deutschland brillierte der Künstler als Joe Gillis in der deutschen Produktion von Sunset Boulevard. Für seinen Auftritt in Jekyll & Hyde(Köln) wurde er von der Zeitschrift Musicals im Jahr 2003 als deutschsprachiger Musicaldarsteller Nr. 1 ausgezeichnet. Im Fernsehen spielte er eine Gastrolle in Kommissar Rex. Für die ARD und den ORF drehte Yngve Gasoy-Romdal neben Maximilian Schell und Barbara Sukowa den Dreiteiler Liebe, Lüge, Leidenschaft. Beim Musical Frühling in Gmunden beeindruckte er im heurigen Jahr mit der Titelrolle des Rochester in Jane Eyre.