Der Gmundner Musical Frühling im Großen Festspielhaus Salzburg

100 Jahre Leonard Bernstein als Bühne für die Darsteller aus Gmunden
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Gmunden, 24.10.2018

Der Gmundner Musical Frühling im Großen Festspielhaus Salzburg

100 Jahre Leonard Bernstein als Bühne für die Darsteller aus Gmunden

(Gmunden, 24. 10. 2018)Anlässlich des 100. Geburtstages von Leonard Bernstein wird im Großen Festspielhaus Salzburg sein Meisterwerk Mass – A Theater Piece for Singers, Players and Dancers am 11. und 13. November aufgeführt. Veranstaltet werden die beiden Aufführungen vom Mozarteumorchester Salzburg, die das Team des Musical Frühlings in Gmunden, insbesondere Caspar Richter als profunden Kenner des Werkes gefragt haben, als Berater und Supervisor mitzuwirken.

Caspar Richter ist der Mann, wenn es um anspruchsvolle Musical-Einstudierungen geht. So ist er auch Spezialist für diverse Werke von Leonard Bernstein. Als Supervisor übernimmt Richter auch Teile der Einstudierung. Für die szenische Umsetzung dieser halbkonzertanten Aufführung ist der Intendant des Musicalfrühlings in Gmunden Markus Olzinger verantwortlich. Über 200 Mitwirkende gilt es zu koordinieren. Das Mozarteumorchester Salzburg, ein großer klassischer Chor, sowie zwei Rock und Blues Bands, ein Kinderchor und schließlich zwanzig Top Solisten der Musical-Szene bilden den Street-Chorus. Der Großteil setzt sich dabei aus Darstellern des Gmundener Musical Frühlings zusammen, weitere Darsteller wurden von Caspar Richter, Markus Olzinger und Elisabeth Sikora in einem umfangreichen Castingprozess ausgesucht. Die Hauptrolle in Salzburg übernimmt Yngve Gasoy Romdal, der in Gmunden bereits in Jane Eyre zu erleben war und auch 2019 in die Rolle des Doktor Schiwago schlüpfen wird.

Mass ist ein über die Maßen anspruchsvolles Werk. Das auf die katholische Messe basierende, kritische Theaterwerk wurde anlässlich der Öffnung des Kennedy Centers in Washington DC uraufgeführt, zu Zeiten des Vietnamkrieges auch inhaltlich ein sehr provokantes und gesellschaftlich relevantes Werk. Übrigens fand die europäische Erstaufführung im Wiener Konzerthaus statt. Und dank des Musical Frühlings in Gmunden ist das Große Festspielhaus Salzburg der würdige Rahmen für die nun kommenden Jubiläums-Aufführungen.

Der Musical Frühling in Gmunden hat sich in den vergangen Jahren in der Szene – als eines der renommiertesten Musical-Festivals im deutschsprachigen Raum – einen Namen gemacht und bürgt somit für höchste künstlerische Qualität.
Derzeit probt das Team des Musical Frühlings für die Aufführungen im Salzburger Festspielhaus und arbeitet parallel auf Hochtouren für die österreichische Erstaufführung von Doktor Schiwago im April in Gmunden. www.musical-gmunden.com

Zu den Personen

Über Caspar Richter: Der geborene Lübecker war bis 1984 Dirigent an der Deutschen Oper Berlin. Davor war er bis 1981 Musikdirektor der Berliner Festspiele und gründete die Internationalen Sommerfestspiele Berlin. Ab 1983 war er zudem als Dirigent fest an der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Lorin Maazel und an der Volksoper als Orchesterchef tätig. 1984 übernahm er die musikalische Leitung der Bregenzer Festspiele, war Gast bei den Wiener Symphonikern und dem Radio Symphonie Orchester Wien. Er ist Gründungsmitglied und Musikdirektor der Vereinigten Bühnen Wien unter Peter Weck und Franz Häussler. Er war am Aufbau eines großen, ständigen Unterhaltungs- und Musicalorchesters für das Theater an der Wien, das Raimundtheater und das Ronacher beteiligt, mit dem er alle großen Musicals – davon sechs Uraufführungen sowie deutschsprachige Erstaufführungen – einstudierte und dirigierte: u.a. Cats, A Chorusline, Das Phantom der Oper, Elisabeth, Die Schöne und das Biest, Mozart, Chicago, Romeo und Julia, Rebecca, Rudolf und Tanz der Vampire. 2009 hatte er die musikalische Leitung der Seefestspiele Mörbisch und ist seit 2010 Generalmusikdirektor der Nationaloper Brünn und Gastdirigent des Stadttheaters Brünn. Er ist musikalischer Leiter und Musikdramaturg der Festspiele Europäische Wochen Passau.

Casper Richter erhielt viele Preise und Auszeichnungen, unter anderem
1975 den Kurt-Magnus-Preis der ARD, Gold bis vierfach Platin für CD-Einspielungen, Goldenes Ehrenzeichen des Landes Wien und das Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst 1. Klasse der Republik Österreich.

Über Markus Olzinger: Der gebürtige Oberösterreicher Markus Olzinger stand bereits mit zwölf Jahren in den Opern Der Junge Lord, Carmina Burana und Hänsel und Gretel auf der Bühne des Linzer Landestheaters. Es folgte ein Musical-Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien. Neben seiner Ausbildung zum Bühnendarsteller forschte er auch weiter in den Bereichen Regie, Produktion und Bühnenbild. Er steuerte so erste Bühnenbilder für einige Universitäts-Produktionen bei.
Nach seinem Abschluss war er als Darsteller unter anderem als Gustav in Martin Doepkes Die Schöne und das Biest auf Europatournee. Es folgten Produktionen wie die Rocky Horror Show am Saarländischen Staatstheater, Funny Girl am Theater Ingolstadt, Kiss me Kate am Linzer Landestheater, August Strindbergs Der Pelikan auf Tournee mit den Theatergastspielen Kempf und eine Spielzeit am Mittelfränkischen Landestheater.

Zudem ist er seit jeher immer wieder auch als Bühnenbildner, Regisseur und Choreograph tätig. So zeichnete er unter anderem auch für das Bühnenbild zum Musical Annie am Landestheater Linz anlässlich 30 Jahre Landesmusikschulwerk verantwortlich und übernahm die Raumgestaltung am Ball des Kaufmännischen Vereines Linz von 2014 bis 2016. Er führte Regie bei Showblöcken der Ronald McDonald Märchennacht in den Voest Alpine Stahlwelten.

Über Elisabeth Sikora: Die gebürtige Niederösterreicherin studierte Gesang, Schauspiel und Tanz am Konservatorium der Stadt Wien/ Privatuniversität/ MUK in der Sparte Musikalisches Unterhaltungstheater. Schon während ihrer Ausbildung stand sie regelmäßig in Hauptrollen in Musicals auf der Bühne: Maria Magdalena in Jesus Christ Superstar, Lisa in Jekyll & Hyde, Marguerite in The Scarlet Pimpernel  – wo sie auch auf den deutschsprachigen CD-Aufnahmen zu hören ist – sowie im Sprechtheaterbereich, etwa als Ismene in Antigone (Jean Anouillh). Weitere Haupt-Partien folgten: Sally Bowles in Cabaret (Eu-Tournée), die Erzählerin in Joseph and the Technicolor Dream-Coat (Stadthalle Wien), Fanny Brice in Funny Girl (Theater Ingol-Stadt), Elsa Schrader in The Sound Of Music (Staatstheater Kassel), Florence in Chess (Stadttheater Lüneburg), Rosalia in Westside-Story (Oper Graz), Mrs. Johnstone in Blutsbrüder (Altern./Staatstheater Meiningen), Mina in Dracula (Stadttheater Lüneburg), Saskia/Lilith in der Uraufführung von Xavier Naidoos Timm Thaler (Staats-Theater Darmstadt), die Fee in Martin Doepkes Die Schöne und das Biest (Eu-Tournee), Amneris in Elton John’s Aida (Felsenbühne Staatz), die Teufelin in der Uraufführung des Musicals Johnny Blue von Ralph Siegel (Theater Ingolstadt), Elise List in der Musical-Uraufführung Bahn Frei! (Stadttheater Fürth), Bianca/Lois Lane in Kiss me Kate (Landestheater Linz), sowie auch Im Familienmusical Honk! (Next Liberty-Oper Graz).

Beim Musicalfrühling in Gmunden sah man Sie bisher als Mrs. Johnstone in Blutsbrüder, als Lily Craven in Der geheime Garten, als Hilde in Sofies Welt und in der Rolle der titelgebenden Jane Eyre.